Raum als Medium
Der Kurs beschäftigt sich mit dem Raum als Medium der künstlerischen Produktion. Dabei wird Raum als physikalischer, als mentaler und als medialer Raum verstanden. Das zeitgenössische Theater geht mit diesem erweiterten Raumbegriff um:
Der physikalische Raum wird gestaltet durch Licht, Farbe, Form und Materialität. Gleichzeitig wird ein mentaler Raum entwickelt der bestimmte Erinnerungen, oder Empfindungen transportieren soll. In der Aufführungssituation wird der konkrete Raum als mediale Versuchsanordnung wahrgenommen, er weist als "Modell von Welt" über sich hinaus.
Anhand ausgesuchter künstlerischer Positionen, von Wieland Wagner bis Robert Wilson, von Frank Kastorf bis forced entertainment, werden die wesentlichen Strömungen des zeitgenössischen Theaters vorgestellt und in Bezug auf ihre inhaltlichen Hintergründe reflektiert. Von der Theaterarbeit ausgehend blicken wir auf parallele Entwicklungen in der Musik und bildenden Kunst. In praktischen Versuchen werden Möglichkeiten ausgelotet wie der szenische Raum als Experimentierfeld genutzt werden kann um eigene Fragestellungen der künstlerischen Produktion zu überprüfen.
Jeder Termin beinhaltet Vorlesung, praktische Realisierung und Diskussion
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