Hörbild

Hörbild

RaumklangObjekt, 1995/2009

Objektbeschreibung Exponat “Hörbild”:

Freistehendes, monochromes RaumklangObjekt aus Holz und Stahl, mit integrierter Tontechnik

Klangwand: dreiteilig, Länge 5,46m / Höhe: 2,48m / Tiefe: 0,45m

Stahlträger: Länge 5,00m / Höhe: 0,60m / Tiefe: 0,40m

Tontechnik: 11 Aktiv-Lautsprecher mit Wiedergabesystem

Angaben zu Herstellung des Exponats "Hörbild":

Art-Handling: Johannes Krug, Fa. exhibit, Berlin

Konstruktion: Hauke Murken, Berlin


Herstellung: Museumstechnik GmbH Berlin

Raumklangsteuerungstechnik: Sukandar Kartadinata, Berlin


 
RaumklangObjekt „Hörbild“ (1995); Foto: Felix Groß; Courtesy: Sabine Schäfer

Das RaumklangObjekt "Hörbild"

RaumklangObjekt mit elf-gliedrigem Lautsprecher-Ensemble von Sabine Schäfer
 
Premiere:
1995, Berliner Festwochen und Einzelausstellung in der „Klanggalerie des SFB“, 25.08. – 05.09.1995
 
Das RaumKlangObjekt Hörbild wurde 1994/95 von der Klangkünstlerin Sabine Schäfer im Rahmen ihres Raumklangkunst-Projekte "TopoPhonien" entwickelt. Das elf-gliedrige Lautsprecher-Ensemble ist in einer monochromen Klangwand eingelassen, wodurch ein tafelbildähnliches Objekt entsteht. Die Lautsprechermatrix des Hörbildes bildet die Form eines Unendlichkeitszeichens (siehe Abbildung „Hörbild“). Aber nicht nur auf der Bahn der unendlichen Schleife bewegt sich der Klang, vielmehr wird das Lautsprechertableau zu einem Territorium, einem Gefüge für den Klang, der sich auf diesem ausbreitet, verdichtet, verflüchtigt und wieder konsistent wird. Es wurden mehrere elf-kanalige RaumklangKompositionen (siehe Werk-Liste unten stehend) jeweils mit einer speziellen Klangbewegungs-Choreographie für das "Hörbild" produziert.
 
Die Raumklangkompositionen für das Exponat wurden mit dem Raumklang-Steuerungssystem „Topoph24“ realisiert – ein 24-kanaliges, computergestütztes Klangverteilungssystem, das der Hardware- und Software-Entwickler Sukandar Kartadinata für die Künstlerin, im Rahmen ihres Kunstprojektes „TopoPhonien“ in den Jahren 1990 bis 1992 entwickelt und gebaut hat.
 
Seit 2010 sind die Raumklang-Steuerungssysteme „Topoph24“ und „Topoph40D“ an der HKB gelagert und archiviert. mehr

Dauerleihgabe des Exponats an die Hochschule der Künste Bern (HKB), seit 2009 – Restaurierung, künstlerische Anwendung und Ausleih des Exponats:

Der Studienbereich Musik und Medienkunst der Hochschule der Künste Bern (HKB) hat das Exponat Hörbild seit Januar 2009 als Dauerleihgabe übernommen. Es ist dort aufgebaut und wird zu Studienzwecken, unter anderem zur Entwicklung spezifischer Raumklangkompositionen von den Studierenden genutzt.
Gleichzeitig entsteht derzeit im Fachbereich Konservierung und Restaurierung eine umfassende Dokumentation zu Status und Erhalt des Exponats – ein Projekt, das die BA-Studierende Claudia Röck durchführt. In diesem Zusammenhang führte sie am 04.11.2011 mit der Künstlerin ein Interview über das Exponat „Hörbild“ und das Raumklangkunst-Projekt „TopoPhonien", das als Video-Dokumentation und PDF-Skript hier abrufbar ist.

Künstlerinterview vom 04.11.2011

Der Ausleih des Exponats für Ausstellungen andernorts ist möglich. Alle Raumklangkompositionen, die für das „Hörbild“ produziert wurden, befinden sich am Studienbereich Musik und Medienkunst der HKB sowie im Archiv „mediaartbase.de“.

Kompositionen für das RaumklangObjekt HÖRBILD:

Sabine Schäfer / Joachim Krebs: TABLEAU I - III (1995) 11-kanalige RaumklangKomposition Auftragswerk des Siemens Kulturprogramm München, UA 1995 Berliner Festwochen

Sabine Schäfer: TOPOPHONICAMBIENCE NO.1 (1995) 11-kanalige RaumklangKomposition Auftragswerk des Sender Freies Berlin (SFB, seit 2003 RBB), Premiere 1995 Berlin, Klanggalerie des SFB

Joachim Krebs: ARTIFICIAL SOUNDSCAPE NO.1 (1995) 11-kanalige RaumklangKomposition Auftragswerk des Sender Freies Berlin (SFB, seit 2003 RBB), Premiere 1995 Berlin, Klanggalerie des SFB

Sabine Schäfer: CYCLE OF SOUND (1997) stereophone und 11-kanalige RaumklangKomposition, Auftragswerk des „Studio Akustische Kunst“ (Klaus Schöning) WDR Köln, Premiere 1997 Köln 5.Acustica International, MusikTriennale Köln

Sabine Schäfer: ROTARY BALL (1997/2007), 11-kanaliges Raumklang-Zeichen in Form einer Leminskate, Extrakt aus „Cycle of Sound No.1“