Dreiteiliges Komposition für Midiflügel und Mensch
Bei der Komposition "127" handelt es sich primär um ein Musikstück.
Die Form ist dreiteilig wobei sie sich etwa wie folgt beschreiben lässt:
a / b / a' c. Die gesamte Komposition hat ihren Keim im ersten Teil.
Stilistisch gesehen arbeitet sich das Stück in seiner Entwicklung grob
durch die letzten 200 Jahre Musikgeschichte durch.
Da der erste Teil stark romantisch angehaucht ist und der Midiflügel noch
keine Einwirkung hat, kann man den Anfang der Komposition folglich als
traditionellen Einstieg bezeichnen. Die vier Themen auf denen die Komposition
aufgebaut ist werden in diesem ersten Teil vorgestellt.
Der zweite, viel grösser angelegte Teil bewegt sich nicht mehr in einem so
traditionellen Rahmen. Zwar ist auch hier die Musik sehr romantisch gehalten,
nun spielt aber der Midiflügel den Grossteil dessen, was wiedergegeben wird
und der Pianist tritt etwas in den Hintergrund. Der Interpret bedient nämlich
während des gesamten Teiles nur eine einzige Taste. Durch dieses f allerdings,
kann der Spieler noch Dynamik und Tempo der Interpretation bestimmen.
Der Spieler hält folglich die Zügel noch in der Hand. Die Möglichkeiten des
Midiflügels werden in diesem Teil so ausgenutzt, dass durch das anschlagen
von sehr vielen Tasten (von einem Menschen unmöglich zu spielen)
eine reichere Klangfülle erreicht wird.
Im dritten und letzten Teil nun ändert sich erneut alles. Im ersten Abschnitt
dieses Teils wird der erste Teil der Komposition in einer leicht veränderten
Version gespielt. Nun spielt der Midiflügel den wesentlichen Teil und der
Interpret ergänzt. Nach diesem Abschnitt beginnt der Flügel endlich die
gesamte Kontrolle zu übernehmen und entscheidet nun, aus einer Auswahl
von Möglichkeiten selbst was gespielt wird.
In dieser Komposition werden, wie oben beschrieben, viele Eigenheiten
des Midiflügels ausgenutzt (maschinelle Genauigkeit, das Anschlagen sehr
vieler Tasten gleichzeitig, extreme Schnelligkeit, usw.). Trotzdem habe ich
versucht die Komposition so zu gestalten, dass dies nicht im Vordergrund
steht, sondern sich diese Dinge möglichst schön in die Komposition integrieren,
wesentlicher Bestandteil und nicht nur Spielerei werden.
Auch habe ich versucht weniger plakative Eigenschaften des Midiflügels
herauszufinden und zu verwenden, so etwa sehr leises Spielen bei gleichzeitig
hoher Geschwindigkeit, was von Menschenhand unmöglich zu spielen wäre.
Partitur als PDF:
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Infos zum Disklavier (Midiflügel von Yamaha) auf Wikipedia:
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Aufnahmen folgen in Kürze
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