
Juni 2010, 256 S., kart., 19,80 €
ISBN 978-3-8376-1166-3
Reihe MedienAnalysen
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Lange Zeit galt: Jeder Klang ist Resultat und Ausdruck einer Bewegung, meistens einer menschlichen, zuweilen, etwa bei Musikautomaten, einer mechanischen. Das änderte sich jedoch mit der Erfindung der elektronischen Klangerzeugung.
Die Beiträge in diesem Band untersuchen die Folgen der Entkoppelung von Bewegung und Klang in der elektronischen Musik. Zudem hinterfragen sie die vermeintlich selbstverständliche Beziehung zwischen Körperlichkeit und musikalischem Ausdruck auch in der »vor-elektronischen« Zeit. Dieser derart historisch wie medientheoretisch erweiterte Blick trägt grundlegend zum gegenwärtigen Diskurs über die Rolle des Körpers in den elektronischen Künsten bei.
Michael Harenberg (Prof. Dr.) lehrt Komposition und Medientheorie an der Hochschule der Künste Bern.
Daniel Weissberg (Prof.) lehrt Komposition an der Hochschule der Künste Bern.
Zusammen leiten sie den Studienbereich »Musik und Medienkunst«. Daniel Weissberg leitet den transdisziplinären Masterstudiengang »Master of Arts in Contemporary Arts Practice«.
Leseprobe (PDF-Datei)
Inhalt
- Daniel Weissberg, Michael Harenberg Einleitung 7
- Michael Harenberg Mediale Körper – Körper des Medialen 19
- Peter Reidemeister Körper, Seele, Musik, Maschine – Relationen und Wandlungen 45
- Franziska Baumann Interfaces in der Live-Performance 75
- Daniel Weissberg Zur Geschichte elektroakustischer Instrumente aus dem Blickwinkel der Körperlichkeit 91
- Jin Hyun Kim Embodiment musikalischer Praxis und Medialität des Musikinstrumentes – unter besonderer Berücksichtigung digitaler interaktiver Musikperformances 105
- Claudio Bacciagaluppi Aus der Zeit vor Welte: Der Melograph – von einer Utopie der Aufklärung zum industriellen Erzeugnis 119
- Kai Köpp Historische Streichbögen als Interfaces 147
- Daniel Weissberg Klangerzeugung als Drama und Resonanzphänomen 173
- Rolf Grossmann Distanzierte Verhältnisse? Zur Musikinstrumentalisierung der Reproduktionsmedien 183
- Daniel Weissberg Gestorben! Aufzeichnungsmedien als Friedhöfe. Warum Aufnahmen sterben müssen 201
Autorinnen und Autoren 217
Danksagung 227
Anhang 229
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